Auffangklassen - EBS HP

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Auffangklassen

Über uns

 
DaZ-Unterricht in der Erlenbachschule
Stand November 2016
 
Gesetzliche Rahmenbedingungen (BASS/APO SI)
 
„Der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte schafft gegenseitiges Verständnis und leistet ei­nen besonderen Beitrag für die schulische und gesellschaftliche Integrati­on der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte. Darum hat gemeinsamer Unterricht Vorrang vor jeder getrennten Form“.
 
An der Erlenbachschule, der Hauptschule im Hammer Osten, sind derzeit zwei DaZ-Klassen (Anfänger „A“ und Fortgeschrittene „F“)  eingerichtet. Sie haben zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern[1] mit Migrationshintergrund möglichst schnell den Wechsel in eine Regelklasse, eine Integration an der Schule und in ihr neues Lebensumfeld zu ermöglichen. Regeln im Alltagsbereich und schulische Strukturen sind ihnen häufig unbekannt.
Aufgenommen werden SuS im Alter von zehn bis sechzehn Jahren, die Anzahl variiert im Laufe des Schuljahres durch Neuaufnahmen, Umzug oder Abschiebungen. Zur Zeit befinden sich in der DaZ-Gruppe A 9 SuS (davon 6 Mädchen und 3 Jungen) und der Gruppe F 12 SuS (davon 6 Mädchen und 6 Jungen) aus insgesamt 7 Nationen, zumeist aus Nicht-EU-Ländern.
Die Stundentafel in der DaZ-Klasse A umfasst 25 Wochenstunden mit überwiegendem Unterricht in DaZ, aber auch in Mathematik, Erdkunde und Biologie.
 
Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Da für die SuS der DaZ-Gruppen feste Bezugspersonen besonders wichtig sind, werden weite Teile der Stundentafel von zwei Lehrkräften (DaZ) abgedeckt. In allen Fächern ist das Erlernen der deutschen Sprache (Kommunikationskompetenz in Schule und Alltag) das hauptsächliche Anliegen. Die besonders  große Heterogenität in den DaZ-Gruppen erfordert ein hohes Maß an individueller Förderung und differenzierter Lernwege. Ziel ist die erfolgreiche Integration der SuS in eine Regelklasse. Sie sollen dem Unterricht dort folgen können.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, den SuS bereits früh einen Zugang in die Regelklassen zu ermöglichen. Dies wird durch das Konzept des Drehtürmodells an der Erlenbachschule ermöglicht. Das Konzept sieht vor, dass SuS mit keinen oder nur sehr geringen Deutschkenntnissen täglich 5 Stunden DaZ-Unterricht erhalten. Je nach Sprach- und Sozialkompetenz der einzelnen SuS wird individuell entschieden, wann ein Wechsel in die Regelklasse für ausgewählte Fächer ermöglicht werden kann.
 
Die SuS sollen jedoch mindestens das Niveau A1 erreicht haben, um in eine Regelklasse zugeordnet und teilintegriert zu werden. Diese Teilintegration betrifft sprachentlastende Fächer wie Sport, Kunst, Hauswirtschaft etc. Die Zuordnung der Fächer wird individuell (alters- und niveaugerecht) festgelegt. Sie vermeidet eine Überforderung der SuS und ermöglicht zeitgleich eine schnelle Integration sowie soziale Kontakte.
Ein schnellerer Lernerfolg beim Erwerb der deutschen Sprache, aufgrund des engeren Kontaktes zu den deutschsprachigen SuS, ist ebenfalls gegeben und wird gefördert durch gegenseitige Hilfe der SuS. Die SuS erhalten individuelle Stundenpläne und gehen für die zugeordneten Fächer in die Regelklassen. Weitere Fächer folgen, wenn die Deutschkenntnisse auf dem Niveau A2 erreicht wurden. Eine vollständige Integration in die Regelklasse erfolgt, wenn das Niveau B1 erreicht wurde, etwa nach einem Schuljahr.
 

   
[1] Schülerinnen und Schüler wird im weiteren Verlauf durch SuS abgekürzt.
 

*Dieses Konzept erhebt zz. noch nicht den Anspruch der Endgültigkeit und der Vollständigkeit. Aufgrund ständig wechselnder Voraussetzungen muss es ergänzt und angepasst werden, was in Teamabsprachen erfolgen wird.

 
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